Die Augenkrankheit Makuladegeneration bei Senioren - erkennen und behandeln

Makuladegeneration

Die Stelle des schärfsten Sehens im Inneren des Auges an der Netzhaut heißt Makula lutea, der leuchtende oder gelbe Fleck.

Eine Schädigung speziell dieses relativ kleinen Netzhautareals hat besonders weitreichende Folgen für das Sehvermögen, sodass die Makuladegeneration eine Erkrankung ist, die den Betroffenen besonders viel Kummer macht. 

Die Epithelzellen der Netzhaut, die direkt darunter gelegene Membran und die eine Schicht tiefer liegende Adernhaut können durch einen fortschreitenden degenerativen Prozess nach und nach absterben, sodass gerade die zentrale Stelle des Blicks beeinträchtigt wird bis zu einem kompletten Ausfall. 

Diese Makuladegeneration ist eine typische Alterserkrankung und wird nur selten vor dem 50sten Lebensjahr beobachtet. Die allermeisten Fälle treten im achten und neunten Lebensjahrzehnt auf, sodass durch eine immer älter werdende Bevölkerung auch immer mehr Fälle der Makuladegeneration auftreten. 

Damit hat die Erkrankung inzwischen die häufigste Ursache für eine Erblindung in Industrienationen und hat sowohl das Glaukom (den Grünen Star) als auch den Diabetes mellitus in der Häufigkeit als Ursache abgelöst.
In Deutschland geht man momentan von etwa 2 Millionen Betroffenen aus.

Varianten der Makuladegeneration

Es werden zwei Formen der Makuladegeneration unterschieden: die sogenannte trockene und die feuchte Form. 

Bei der trockenen Makuladegeneration, die etwa 80% der Fälle ausmacht, aber nur zu etwa 5% der Erblindungen führt, lagern sich im Rahmen der Alterung des Augeninneren Stoffwechselendprodukte als winzige Schlacken in sogenannten Drusen ab. Die darunter liegenden Epithelzellen werden dadurch in ihrem Stoffwechsel behindert und sterben ab. Dieser Prozess geht meist relativ langsam und kontinuierlich vonstatten und lässt sich bisher nicht durch Medikamente, eine bestimmte Ernährung oder andere Verfahren aufhalten. 

Die feuchte Makuladegeneration kann aus einer trockenen Form entstehen, wenn nun ausgelöst durch die Ablagerung von Drusen und Lipofuscin vermehrt winzige Gefäße wie ein Spinnengewebe rundherum wachsen und dann Einblutungen auftreten.

Durch das austretende Blut werden nun noch größere Areale auf der Netzhaut betroffen und die Verminderung des Sehvermögens schreitet unter Umständen sehr rasch voran. 

Bei diesem Prozess, der sich an den allerfeinsten Blutgefäßen abspielt, gibt es die Möglichkeit, durch Spritzen in das Augeninnere, Laser oder eine photodynamische Therapie das Gefäßwachstum so rasch wie möglich zu unterbinden. 

Letztlich geht es bei allen Behandlungsversuchen darum, die feuchte  Makuladegeneration  wieder in eine trockene  Makuladegeneration  zu überführen, die langsamer voranschreitet und weniger selten zur Erblindung führt. 

Symptome dieser Augenerkrankung

Zu den Symptomen der Makuladegeneration gehören: Eine sinkende Sehschärfe, Unmöglichkeit zu lesen trotz Anpassen einer neuen Brille, Abnahme von Farbensehen und Kontrastschärfe, vermehrte Empfindlichkeit auf Blendung und zentrale Gesichtsfeldausfälle. 

So können die Betroffenen zwar sehen, dass ein Mensch vor ihnen steht, sie können aber dessen Gesichtsausdruck nicht mehr erkennen. 

Bei Auftreten solcher Symptome ist es immer ratsam, so bald wie möglich einen Augenarzt aufzusuchen und eine Untersuchung der Netzhaut durchführen zu lassen.

Vorbeugen und Therapiemöglichkeiten

Eine eindeutige Vorbeugung vor dem Entstehen einer Makuladegeneration gibt es nicht. Rauchen scheint ein Risikofaktor zu sein.

Ein regelmäßiger Genuss von fettreichem Fisch mit viel Omega 3 Fettsäuren scheint das Risiko für die Entstehung zu vermindern. Es werden teilweise hohe Dosierungen antioxidativer Vitamine (C und E) kombiniert mit Zink und 

Beta-Carotin gegeben, die vermutlich das Fortschreiten einer Makuladegeneration tatsächlich verlangsamen können. 

Durch die hohe Zahl an Betroffenen gibt es inzwischen viele Sehzentren und Optiker, die auf das Anpassen geeigneter Hilfsmittel spezialisiert sind. Fernrohrbrillen ebenso wie elektronisch vergrößernde Sehhilfen können die Lese- und Blickfähigkeit etwas verbessern, sodass die Betroffenen frühzeitig nach der Diagnose hier Hilfe und Unterstützung erhalten sollten.

 
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Unsere medizinischen Fachtexte werden von Anke Prczygodda verfasst.

Anke Prczygodda ist Fachärztin für Allgemeinmedizin in Kiel und hat sich speziell für den Bereich ambulante geriatrische Rehabilitation qualifiziert.
Unsere Texte stammen also aus der Feder einer ausgewiesenen Expertin für Altersheilkunde.

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