Gründe und Ursachen für Rückenschmerzen - Tipps zur Vermeidung

Ursachen für Rückenschmerzen

In jüngeren Lebensjahren beginnen Rückenschmerzen meist als Folge einseitiger Belastungen, im Rahmen von Fehlbelastungen oder ganz global durch Bewegungsmangel.

Wenn man bedenkt, dass der Mensch in der Urzeit eigentlich den ganzen Tag auf den Beinen sein musste, um sich und seine Lieben zu versorgen (tägliche Gehstrecke etwa 25km) und wenn man sich überlegt, dass noch bis in die Mitte des Zwanzigsten Jahrhunderts, als der Besitz eines Autos eher die Ausnahme als die Regel war, die tägliche Gehstrecke bei etwa 12km lag, dann bekommt man doch einen Schrecken, dass in unserem heutigen Leben statistisch nur noch eine durchschnittliche Strecke von 500m zurückgelegt wird. Das bedeutet in der Umkehrung, dass wir große Tage unseres Alltags im Sitzen oder im Liegen verbringen. Viel mehr, als je eine Gesellschaft vor uns.
Dieser Umstand trägt auf jeden Fall dazu bei, dass die Rückenstützende Muskulatur immer weniger benutzt wird und immer mehr "verkümmert", sodass die beste Gegenmaßnahme also in Bewegung besteht. Das meint ganz normale Alltagsbewegung wie Gehen, Treppensteigen und so oft es geht auf das Auto verzichten.

Wenn die Beschwerden durch die fehlende Bewegung schon eingetreten sind, wären Rückenschule und Krankengymnastik (= Physiotherapie) eine Möglichkeit, eine Schmerzlinderung so weit zu erreichen, dass man sich dann auch wieder mit Freude bewegen kann und mag.

Wenn nun der Bewegungsmangel oder die Fehlbelastung schon länger besteht, versucht der Körper die betroffenen schmerzhaften Areale in der Nähe der Wirbelkörper auf seine eigene Weise zu "reparieren": Er baut keine Knochenvorsprünge, sogenannte Osteophyten, an die Wirbelköper und versucht so, durch eine Art Abstützung Schmerzlinderung zu erreichen. Fatalerweise tritt meist das Gegenteil ein und die Wirbelsäule wird durch das Auftreten der Knochenvorsprünge noch mehr beeinträchtigt; denn nun können diese kleinen Osteophyten tatsächlich die Nerven bedrängen, die direkt neben den Wirbelkörpern austreten und können die entsprechenden Wirbelkanäle einengen. Insbesondere die kleinen Wirbelgelenke können eine Arthrose (Gelenkverschleiß) entwickeln, die dann schmerzhaft ausstrahlt.

In diesem Fall ist die Basisbehandlung ebenfalls so viel Bewegung wie möglich, damit der Prozess der Arthrose und des Anbaus von Osteophyten möglichst verlangsamt wird. Nun werden aber auch speziellere Behandlungsverfahren wie schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente oder gezielte Injektionsbehandlungen unter Mithilfe einer Computertomografie sinnvoll und notwendig. In den meisten Fällen wird ein Facharzt für Orthopädie, teilweise auch ein Neurochirurg diese Behandlung übernehmen.

 
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Unsere Gesundheitsexpertin

Unsere medizinischen Fachtexte werden von Anke Prczygodda verfasst.

Anke Prczygodda ist Fachärztin für Allgemeinmedizin in Kiel und hat sich speziell für den Bereich ambulante geriatrische Rehabili- tation qualifiziert.
Unsere Texte stammen also aus der Feder einer ausgewiesenen Expertin für Altersheilkunde.

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Kategorie Fit & Aktiv
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