Verhaltenstherapie für Senioren - Verhaltenstherapie als Form der Psychotherapie

Verhaltenstherapie für Senioren

Mit zunehmendem Erfolg werden vor allem verhaltenstherapeutische Maßnahmen eingesetzt, um bei chronischen Schmerzen Linderung zu schaffen. Ängste, Depressionen, Zwänge und andere psychische Probleme können in jedem Lebensalter auftreten (zum Beispiel beim Thema "Wechseljahre", das Sie an anderer Stelle auf Vivemus finden) und es lohnt nahezu in jedem Lebensalter, eine Psychotherapie zu überlegen und anzubieten, wenn entsprechende Beschwerden bestehen.

Auch erst in den letzten Jahren ist zum Thema "Spätfolgen des 2. Weltkriegs" darüber gesprochen und geschrieben worden, dass eine ganze Generation von Kindern, deren Geburt von den Enddreißigern bis in die Fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts reichte, direkt oder indirekt durch den Krieg traumatisiert wurde und dass sich in vielen Biografien die Spätfolgen und Beeinträchtigungen aus dieser Lebensphase finden. Auch 65 Jahre nach Ende des Weltkrieges kann hier eine traumaorientierte Form der Psychotherapie noch hilfreich sein, um quälende Symptome wie Ängste, Schlafstörungen oder anderes zu lindern.

Wann ist eine Therapie sinnvoll?

MUSS denn nun jeder Mensch irgendwann eine Psychotherapie machen? Nein, beileibe nicht! Ein ganzer Zweig der Forschung beschäftigt sich mit der Frage, warum manche Menschen bei gleichem Erlebnis ein Trauma erleiden oder eine ungünstige Datenverknüpfung erstellen und andere nicht!
Die Fähigkeit, auch unter schwierigen Prägungen oder traumafördernden Umständen keine Beeinträchtigungen zu erleben, nennt man Resilienz.
Eine Psychotherapie bietet sich als Therapiemöglichkeit nur dann an, wenn der betroffene Mensch subjektiv einen deutlichen Leidensdruck und Einschränkungen hat. Wer vor Angst nicht mehr die Wohnung verlassen kann, obwohl er sich gerne draußen aufhalten würde, wer sich 150mal am Tag die Hände waschen muss, bis die Haut sich in Fetzen löst, wer vor Schmerzen trotz starker und stärkster Schmerzmedikamente keine deutliche Linderung erfährt, sollte sich nicht verschließen, wenn ihm eine Psychotherapie angeraten wird.

Therapie kein Zeichen von Schwäche!
Es ist kein Zeichen einer persönlichen Schwäche oder einer mangelnden geistigen Gesundheit, wenn Sie ausprobieren, ob Ihnen das Erkennen ungünstiger Datenverknüpfungen im Gehirn und das Erschaffen und Einüben neuer Datenbahnen ein höheres Wohlbefinden und ein Ende quälender psychischer oder körperlicher Symptome ermöglichen! Sie erhalten keine "Gehirnwäsche" oder "werden ein komplett anderer Mensch", wenn Sie sich helfen lassen, Ihren Alltag und Ihre Lebensqualität durch eine begrenzte Zeit mit einer Psychotherapie zu verbessern.
Ebenso wie Sie vielleicht mit Ihren chronischen Rückenschmerzen zum Rheumaschwimmen gehen oder Ihre tägliche Morgengymnastik machen oder wie Sie an der Volkshochschule einen Kurs für eine neue Sprache belegen, ist es völlig legitim, eine Spritzenbehandlung für das schmerzende Knie durch eine verhaltensmedizinische Behandlung der chronischen Schmerzen zu ergänzen, wenn Spritzen, Tabletten und Tropfen keine ausreichende Linderung bringen!

Psychotherapie als ergänzende Behandlung

Auch in der gezielten medikamentösen Behandlung einer Depression geht es oft gar nicht um die Frage "Medikament oder Psychotherapie?" sondern um eine sinnvolle Ergänzung dieser beiden Behandlungsansätze, damit Ihre Lebensqualität und Ihr Wohlbefinden sich verbessern.
Und das in jedem Lebensalter auch jenseits des Pensionierungsalters, wenn Sie sich auf eine solche Behandlung einlassen mögen!

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Unsere medizinischen Fachtexte werden von Anke Prczygodda verfasst.

Anke Prczygodda ist Fachärztin für Allgemeinmedizin in Kiel und hat sich speziell für den Bereich ambulante geriatrische Rehabilitation qualifiziert.
Unsere Texte stammen also aus der Feder einer ausgewiesenen Expertin für Altersheilkunde.

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