Gesundheitsvorsorge für Frauen - Untersuchung beim Gynäkologen

Gesundheitsvorsorge beim Gynäkologen

Die Vorsorge beim Gynäkologen kennen Sie seit etwa dem zwanzigsten Lebensjahr.
Alle zwei Jahre oder besser jährlich werden Sie dort untersucht. Es wird zunächst der Blutdruck gemessen und eine Urinprobe untersucht.

Anschließend sprechen Sie meist mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin und werden nach Beschwerden aus dem Unterleib oder an den Brüsten befragt. Anschließend findet die Untersuchung von Scheide und Muttermund statt, bei der ein Abstrich entnommen und unter dem Mikroskop untersucht wird und es werden beide Brüste und die Achselhöhlen abgetastet.

Möglicherweise wird Ihnen ein Zusatz zu dieser Vorsorge angeboten, den die Krankenversicherung in ihrer Erstattung der Kosten für die gynäkologische Vorsorge nicht mit übernimmt: die Ultraschalluntersuchung mit der Vaginalsonde, also durch die Scheide.

Da in der Medizin trotz bestehenden Versicherungsschutzes immer mehr Zusatzkosten auf jeden von uns zukommen, mag man sich fragen, ob diese Zusatzuntersuchung, die nach der ärztlichen Gebührenordnung
GOÄ abgerechnet wird, wirklich sein muss?

Tumoren der Eierstöcke (Ovarien) sind zwar eine verhältnismäßig seltene Tumor Erkrankung (man geht derzeit von etwas über 8000 Neuerkrankungen pro Jahr aus), werden aber leider oft deutlich zu spät in einem weit fortgeschrittenen Erkrankungsstadium entdeckt. Da viele betroffene Patientinnen recht dicke Bauchdecken haben, ist ein kleinerer Tumor auch von einem erfahrenen Untersucher nicht unbedingt leicht zu tasten.
Hier hilft der Vaginalschall sehr bei der Vorsorge, weil auch kleinere Tumoren schon erfasst und dann behandelt werden können.

Brustkrebs und andere Krebserkrankungen - Vorsorgeuntersuchungen nutzen

Im Alter von 50 bis 69 Jahren gibt es seit einigen Jahren flächendeckend in Deutschland das Mammografie Screening.
Dieses wird in enger Zusammenarbeit zwischen Gynäkologen und Radiologen an bestimmten Untersuchungszentren durchgeführt.
Alle Frauen in dieser Altersstufe werden regelmäßig alle zwei Jahre zur Mammografie eingeladen.

Diese Vorsorge hat dazu geführt, dass der Brustkrebs (Mamma Karzinom) heute deutlich früher entdeckt und mit wesentlich besseren Heilungschancen als früher behandelt werden kann.

Etwa jede 9. Frau in Deutschland wird rein statistisch im Laufe ihres Lebens an einem Mamma Karzinom erkranken. Damit stellt diese Tumorform die häufigste Krebserkrankung bei Frauen dar und erfährt eine Menge Augenmerk, was die Vorsorge angeht.
Allerdings tritt ein nicht unerheblicher Anteil der Erkrankungen bei Frauen auf, die deutlich jünger als 50 Jahre sind. Für diese Frauen ist die Tastuntersuchung als Vorsorge vorgesehen.

Unter bestimmten Umständen liegt aber ein erhöhtes Risiko für die Erkrankung an einem Mamma Karzinom vor, sodass es medizinisch notwendig und sinnvoll ist, bereits vor dem fünfzigsten Lebensjahr mit den Mammografien zu beginnen. Insbesondere wenn es in Ihrer Familie Erkrankungen an Brustkrebs gab, wenn die Brust sehr voluminös ist, wenn die erste Regelblutung sehr früh oder die Wechseljahre sehr spät einsetzen, wird Ihnen unter Umständen angeboten, sich in das QuaMaDi Vorsorge Programm aufnehmen zu lassen.

Nach dem Ende der Wechseljahre und möglicherweise auch nach dem Ende der eigenen Sexualität gehen viele Frauen nicht mehr regelmäßig zum Frauenarzt. Vielleicht steckt ein wenig die Haltung "das brauch ich jetzt alles nicht mehr!" hinter dieser Entscheidung?
Auch nach dem Ende der Wechseljahre, auch im siebten und achten Lebensjahrzehnt, sind die Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll; denn gerade die Tumorerkrankungen am Unterleib (Gebärmutter und Eierstöcke) und an der Brust können auch in höherem Lebensalter auftreten. Eine frühzeitige Entdeckung und Behandlung einer solchen Erkrankung nutzt Ihrer Gesundheit und Lebensqualität.

 
Vivemus durchsuchen
Vivemus Buchtipp
Unsere Gesundheitsexpertin

Unsere medizinischen Fachtexte werden von Anke Prczygodda verfasst.

Anke Prczygodda ist Fachärztin für Allgemeinmedizin in Kiel und hat sich speziell für den Bereich ambulante geriatrische Rehabilitation qualifiziert.
Unsere Texte stammen also aus der Feder einer ausgewiesenen Expertin für Altersheilkunde.

Nebenjob für Senioren
Minijob für Rentner

Zuverdienst für Senioren - Informationen gibt es bei Vivemus!

Mit Reisen jung bleiben

Attraktive Reiseziele für Senioren:

Fit & aktiv
Führerschein für Senioren

Machen Sie - unabhängig vom Alter - den Führerschein.

Kategorie Fit & Aktiv
Hinweis:

Die Inhalte auf www.vivemus.de sollen lediglich zur Information dienen.
Sie können auf keinen Fall die professionelle Beratung und Behandlung durch einen ausgebildeten Arzt ersetzen.
Die Inhalte die auf der Seite www.vivemus.de zur Verfügung gestellt werden, können und dürfen daher nicht verwendet werden, um Diagnosen zu erstellen oder Behandlungen zu begründen und zu beginnen.