Ursachen und Formen von Kopfschmerzen

Ursachen für Kopfschmerzen

Eine häufige Ursache in etwas höherem Lebensalter Kopfschmerzen zu entwickeln sind ein erheblich angestiegener Blutdruck oder ein Schmerzbild aus dem Bereich der oberen Halswirbelsäule, das durch Verschleiß (so genanntes degeneratives Wirbelsäulensyndrom) aufgetreten ist.

Diese beiden Erkrankungen können zu Kopfschmerzen führen, auch wenn Sie bisher weder zu Migräne noch zu Spannungskopfschmerzen geneigt haben. 

Da der Bluthochdruck ohnehin behandelt gehört (mit normalisiertem Blutdruck bilden sich auch die Kopfschmerzen meist zuverlässig zurück!), sollte hier eine rasche Diagnostik erfolgen. 

Die Kopfschmerzen, die vom Verschleiß der Halswirbelsäule ausgelöst werden, strahlen meist in den Hinterkopf und die beiden Seiten aus und erfordern eine längere Behandlung, bei der verschiedene Strategien miteinander kombiniert werden sollten. Neben physikalischer Therapie wie Wärmeanwendung, gezielter Physiotherapie und Entspannungstechniken kommen auch Medikamente zum Einsatz. 

Heftigste Kopfschmerzen nach einem Unfall, bei dem sich jemand den Kopf angeschlagen hat oder auf den Kopf gestürzt ist, können unter Umständen einen Einsatz von Rettungswagen oder Notarzt notwendig machen. Bitte zögern Sie nicht, die 112 zu wählen, wenn jemand in Ihrem Umfeld eine solche Verletzung erleidet, womöglich bewusstlos ist und / oder sich übergibt. Hier kann ein rasches Handeln lebensrettend sein.

Arten von Kopfschmerzen

Migräne
Die Migräne hat manchmal Vorboten (die sogenannte Aura), die sich in seltsamen Geräuschen oder Gerüchen, einem mulmigen Gefühl im Magen und vielleicht auch einem Flimmern und kleinen blinden Flecken vor den Augen äußern kann. Etwa eine Stunde später setzt schlagartig ein heftiger einseitiger Kopfschmerz (verbunden mit einer stark erhöhten Licht- und Geräuschempfindlichkeit) ein.
Ein klassischer Migräneanfall dauert 72 Stunden und quält die Betroffenen in dieser Zeit sehr.
Da es durch moderne Medikamente für den Schmerzanfall, eine sogenannte Basis Medikation zur Verhütung von Anfällen und viele andere unterstützende Maßnahmen aus dem Bereich der Entspannungstechniken und der Verhaltensmedizin heute eine gute Behandlungsmöglichkeit gibt, sollte die Migräne möglichst früh im Leben diagnostiziert werden.

Spannungskopfschmerzen
Der Spannungskopfschmerz tritt hingegen eher beidseitig auf, hat zumeist keine Aura, die den Schmerzen vorausgeht, und entsteht meist im Verlauf mehrerer Stunden eher schleichend und steigert sich dann in der Intensität.
Oft wirken die Schmerzmittel Paracetamol oder Ibuprofen recht zuverlässig, wobei gerade Menschen, die zu Spannungskopfschmerzen neigen, möglichst die oben geschilderte Dosierung von weniger als 10 Gaben der Schmerzmittel pro Monat unbedingt beachten sollten, damit der Analgetikakopfschmerz keine Chance hat.

Weitere Arten von Kopfschmerzen

Trigeminoautonome Kopfschmerzen
Unter dieser Bezeichnung wird eine ganze Reihe von Kopfschmerzen zusammengefasst, die blitzartig und in sehr starker Form auftreten. 
Neben dem eigentlich Kopfschmerz treten weitere Symptome auf, wie zum Beispiel Tränenfluss, Nasenlaufen oder gerötete Augen.
Bekannt in diesem Zusammenhang ist vor allem der Clusterkopfschmerz.

Treten bei Ihnen derartige Kopfschmerzen, womöglich zeitgleich mit anderen Symptomen auf, sollten Sie sich unbedingt bei Ihrem Hausarzt vorstellen, um die Ursache abzuklären.

Kopfschmerzen bei Infektionen
Im Rahmen einer Grippe oder einer anderen Infektion können ebenfalls Kopfschmerzen auftreten. Hier spricht man von den sogenannten sekundären Kopfschmerzen.
Klingt die Erkrankung ab, verschwinden gewöhnlich die Kopfschmerzen wieder. Ist dies nicht der Fall oder werden die Schmerzen gar stärker, sollten Sie unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

 
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Unsere Gesundheitsexpertin

Unsere medizinischen Fachtexte werden von Anke Prczygodda verfasst.

Anke Prczygodda ist Fachärztin für Allgemeinmedizin in Kiel und hat sich speziell für den Bereich ambulante geriatrische Rehabilitation qualifiziert.
Unsere Texte stammen also aus der Feder einer ausgewiesenen Expertin für Altersheilkunde.

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