Diabetes behandeln - Übersicht über die Behandlungsmöglichkeiten von Diabetes

Was tun bei Diabetes?

"Was mache ich, wenn ich bereits an Diabetes erkrankt bin?"
Die Antwort auf die Frage "Was mache ich, wenn ich bereits einen diagnostizierten Diabetes habe?" ist naturgemäß etwas länger. Auch sie beginnt mit: Bitte normalisieren Sie Ihr Körpergewicht und bitte bewegen Sie sich! Dieses erfordert in der Regel eine Umstellung Ihres bisherigen Lebensstiles und ist als solches kein einfaches Unterfangen, aber es ist das, was als A und O Wirkung zeigen wird. Wie das gehen könnte, werden wir Ihnen an anderer Stelle versuchen zu zeigen. Mit deutlich gesenktem Gewicht kann es sein, dass Ihr Blutzucker sich ohne weitere Behandlung wieder normalisiert und keine weitere Behandlung notwendig wird, obwohl weitere regelmäßige Kontrollen unbedingt erfolgen sollten.

Wenn Sie immer normalgewichtig waren und es noch sind oder wenn Sie sogar sehr schlank sind und an einem Diabetes erkranken, erfolgen unter Umständen weitere Untersuchungen, um eine der selteneren Sonderformen des Diabetes auszuschließen und gegebenenfalls anders zu behandeln.

Die nächsten wichtigen Antworten für Sie als Typ II Diabetiker sind:
Halten Sie auf jeden Fall Kontakt zu Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin! Der oder diejenige wird Ihnen manchmal auch vorschlagen, die Hilfe eines Facharztes für Diabetes (Diabetologe) hinzuzuziehen, wird aber in den meisten Fällen den größten Teil der Behandlung übernehmen.
Wenn Ihre Hausarztpraxis Ihnen vorschlägt, am vierteljährlichen Kontrollprogramm Ihrer Krankenversicherung teilzunehmen, sollten Sie dieses Programm in Anspruch nehmen.
Hierbei erhalten Sie einen vierteljährlichen Untersuchungstermin, bei dem der Blutzucker, der sogenannte Hunderttagewert (oder "Langzeitwert" HbA1c) im Blut und der Urinzucker gemessen werden.
Sie sollten in der Regel einen blauen Diabetiker Ausweis erhalten, in den die Werte alle 3 Monate eingetragen werden. Eine jährliche Untersuchung beim Augenarzt und eine Kontrolle der Füße gehören ebenfalls in dieses strukturierte Behandlungsprogramm.

Ihre Hausarztpraxis und Sie werden bei diesen Terminen auch besprechen, wie der Lebensstil aussieht, ob und wie er sich eventuell verändert hat und welche Ziele Sie sich für die nächsten Monate vornehmen.
Sie können entweder in der Praxis selbst oder zentral über sogenannte Schulungsvereine an einer vierwöchigen Schulungsreihe über Ihrer Erkrankung und über den Bluthochdruck, der ja häufig gemeinsam mit dem Diabetes auftritt, geschult werden und lernen so, einen großen Teil Ihrer Behandlung in die eigenen Hände zu nehmen und nach Ihren Bedürfnissen zu gestalten.

Weitere Behandlungsschritte bei Diabetes

Wann immer wir Menschen etwas aktiv in die Hand nehmen und nach unseren Wünschen gestalten können, tritt das Gefühl "krank und handlungsunfähig" oder "einem Schicksal ausgeliefert" zu sein in den Hintergrund und verbessert so unsere Lebensqualität erheblich!

Statistisch hat sich herausgestellt, dass die Diabetiker, die sich dem Behandlungsprogramm (DMP oder Curaplan genannt) anschließen und ihre Termine wahrnehmen im Schnitt gesünder sind und weniger Komplikationen haben als die Diabetiker, die keine oder weniger Kontrollen wahrnehmen und sich nicht an der strukturierten Versorgung beteiligen mögen.

Wenn eine Umstellung des Lebensstiles, eine Gewichtsabnahme und eine Erhöhung Ihres täglichen Bewegungspensums keine annähernde Normalisierung des Blutzucker Langzeitwertes erreichen konnten, wird Ihnen eine Tablettenbehandlung angeraten. Hier kommen verschiedene Wirkstoffe und Medikamente zum Einsatz, über die Sie Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin informieren wird.

Der Diabetes mellitus Typ II kann sich über eine längere Anzahl von Jahren "verstärken" und der Stoffwechsel sich verschlechtern. Insbesondere wenn sich das Körpergewicht nach oben statt nach unten verändert hat und einige Jahre mit einer Tablettenbehandlung vergangen sind, steigen die Langzeitwerte an und eine Therapie mit Insulin wird nun notwendig.

Die Behandlung mit Insulin, die ja durch Injektionen in die eigene Haut an Oberschenkel und Bauch erfolgen muss, ist für viele Menschen ein rotes Tuch und ein Schreckgespenst zugleich. Bitte haben Sie nicht zu viel Angst vor der Behandlung!
Insulin kann Leben retten, die Rate an Komplikationen und Folgeschäden verringern und Ihnen dadurch eine höhere Lebensqualität sichern, als Sie sie ohne die Insulinbehandlung bei schlecht eingestelltem Blutzucker hätten!

Die heutigen Systeme zum Spritzen sind auch und gerade für Senioren so einfach in der Handhabung, dass man auch im Alter über 80 Jahren noch relativ problemlos lernen kann, mit dem Blutzuckermessen und der nachfolgenden Insulingabe umzugehen.
Die Nadeln an den Injektionssystemen sind sehr fein, die Einstiche schmerzen kaum und die Verbesserung Ihres Befindens kann enorm sein.

Ihre Hausarztpraxis ist auch hier Ihr erster Ansprechpartner für die Einweisung und alle Fragen im Umgang mit dem Diabetes und der Insulintherapie und wird Ihnen helfen, auch Stolpersteine und schwierige Momente gut meistern zu lernen.

 
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Unsere Gesundheitsexpertin

Unsere medizinischen Fachtexte werden von Anke Prczygodda verfasst.

Anke Prczygodda ist Fachärztin für Allgemeinmedizin in Kiel und hat sich speziell für den Bereich ambulante geriatrische Rehabilitation qualifiziert.
Unsere Texte stammen also aus der Feder einer ausgewiesenen Expertin für Altersheilkunde.

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