Vorsicht vor Neppern, Schleppern und Bauernfängern - Vorsicht vor Abzocke bei Senioren

Nepper, Schlepper, Bauernfänger

Das Geschäft im Internet floriert, denn Online-Shopping ist bequem. Von zu Hause aus lässt sich die ganze Einkaufswelt einfach durchklicken. Immer mehr Menschen nutzen diesen Weg, um sich die Waren von einem Online-Anbieter ins Haus schicken zu lassen. Lange Wartezeiten und lästiges Parkplatzsuchen in überfüllten Einkaufszentren entfallen. Ebenso beliebt sind Auktionsplattformen. Hier scheinen sich wahre Schnäppchen aufzutun, doch nicht immer erreicht die Ware den Käufer im erwarteten Zustand.

Nicht immer geht der Einkauf glatt
Erreicht ein ersteigerter Gegenstand den Adressaten in einem defekten Zustand, oder liegen andere Gründe für eine Unzufriedenheit des Kunden vor, heißt es, bestimmte Spielregeln einzuhalten. Wer die Ware unfrankiert wieder retour schickt, ohne dies vorher mit dem Verkäufer abgesprochen zu haben, kann eine böse Überraschung erleben. So lehnen viele Shopbetreiber unfrankierte Rücksendungen schlichtweg ab und das Paket geht auf eine lange Reise und unter Umständen sogar verloren. Ein Oberlandesgericht hat nun geurteilt, dass kein Verkäufer den Kunden zwingen kann, reklamierte Ware frankiert zurück zu schicken. Vielfach verweisen Verkäufer auf eine besondere Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die aussagen, das Rückporto zwingend erforderlich ist. Diese internen Regelungen sind jedoch nicht zulässig. Im günstigsten Fall werden Unstimmigkeiten vor dem Verschicken geklärt, weil durch Zwischenlagerungen und Transporte einer beanstandeten Ware enorme Kosten entstehen können.

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Käuferrechte

Wie sehen die Käuferrechte konkret aus?
Wer online einen Kauf abwickelt und mit der bestellten Ware nicht zufrieden ist, kann diese wieder an den Verkäufer zurückschicken. Im Austausch dafür erhält der Käufer den Kaufpreis zurück erstattet. Dieses Widerrufsrecht ist hierzulande gesetzlich geregelt und bezieht sich auf Waren, die vor dem Kauf nicht in Augenschein genommen werden konnte. Jedoch gilt dieses Widerrufsrecht nicht für Sonderanfertigungen.

Welche Fristen gelten?
Für einen Widerruf hat der Gesetzgeber eine vierzehntätige Frist festgesetzt und dies ab Erhalt der Ware. Diese Frist kann sich entsprechend verlängern, wenn ein Kunde erst nach einem Vertragsabschluss auf seine Rechte hingewiesen wurde. Wurde dies komplett vom Verkäufer versäumt, verlängert sich diese Widerrufsfrist entsprechend und zwar so lange, bis eine korrekte und ausführliche Belehrung erfolgt ist.

Bei defekter Ware - Gewährleistung tritt in Kraft
Bei der Lieferung einer schadhaften Ware kann der Verbraucher nicht nur von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen, sondern auch seine Gewährleistungsrechte nutzen. Schließlich muss der Verkäufer gewährleisten, dass der Kunde einwandfreie Ware erhält. Bei einer mangelhaften Ware steht dem Verbraucher grundsätzlich eine Reparatur, der Umtausch oder eine Preisminderung zu. Gewährleistungsrechts gelten hierzulande über einen Zeitraum von zwei Jahren, wobei der Verkäufer im ersten Halbjahr die Beweispflicht hat. Immer wieder versuchen einige „schwarze Schafe“ im Internet, ihre mangelhafte Ware bei Kunden loszuwerden. Bevor man einen Rechtsbeistand mit dem Durchsetzen der Rechte beauftragt, können zuerst spezielle Beschwerdemöglichkeiten der Plattformen genutzt werden, um Verbraucherrechte durchzusetzen.

 
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