Informationen zum Thema Rente mit Ertragsanteilsbesteuerung

Renten mit Ertragsanteilbesteuerung

Bis zum Jahr 2004 wurden Leibrenten nicht mit dem vollen Rentenbetrag, sondern lediglich mit dem Ertragsanteil besteuert. Dazu gehörten insbesondere Rentenzahlungen aus der Sozialversicherung und aus privaten oder betrieblichen Lebensversicherungsverträgen, die auf Rentenbasis geführt wurden. Der Ertragsanteil entspricht dem fiktiven Zinsanteil auf das mittlere Rentenkapital, das nach Beginn der Leistungen erwirtschaftet wird.

Wonach richtet sich der Ertragsanteil?
Der Ertragsanteil richtete sich grundsätzlich nach dem Alter, das zu Beginn der Rentenzahlungen vorlag und betrug beim Eintritt ins Rentenalter von bisher 65 Jahren 27 Prozent. Der Ertragsanteil wurde für den gesamten Zeitraum der Rentenzahlung festgeschrieben. Alterseinkünftegesetz bringt steuerliche VeränderungenSeit 1. Januar 2005 wurden mit der Einführung des Alterseinkünftegesetzes Neuregelungen bezüglich der Besteuerung von Altersvorsorgeaufwendungen und Renten geregelt. So sind die Rentenzahlungen ab dem Jahr 2005 nicht mehr über den Ertragsanteil zu versteuern, sondern unterliegen einer 50-prozentigen Steuerpflicht. Für jeden neuen Rentnerjahrgang steigt dieser Prozentsatz schrittweise an.

Auch Betriebsrenten unterliegen nachgelagerter Besteuerung
Rentenbezüge aus einer betrieblichen Altersversorgung unterliegen ebenfalls seit dem Jahr 2005 der nachgelagerten Besteuerung und sind in voller Höhe steuerpflichtig. Zu den Ausnahmen gehören Renten aus einer privaten Rentenversicherung. Sie werden nach wie vor noch mit einem Ertragsanteil versteuert, wobei der steuerpflichtige Teil für Renten dieser Art gesenkt wurde.

Renteneintrittsalter nicht immer von Bedeutung
Bei Leibrenten, die nicht lebenslang ausgerichtet sind, wie beispielsweise Rentenleistungen aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung, die lediglich bis zu Eintritt ins Rentenalter läuft, sind Ertragsanteilsätze von der wahrscheinlichen Rentendauer abhängig und nicht vom Renteneintrittsalter. Die später anschließende Altersrente, die lebenslang gezahlt wird, muss dem Rentenbeginn entsprechend neu bewertet werden.

Ertragsanteilsätze für Leibrenten
Für Leibrenten, die lebenslang gezahlt werden und darüber hinaus dem ursprünglichen Rentenbeginn entsprechen, gilt, dass auch Erhöhungen aus Überschussanteilen anzuwenden sind. Dies tritt auch in Rentenerhöhungen in Kraft, die im Grunde nur den gestiegenen Lebenshaltungskosten entsprechen.

Wie sehen die Eckpunkte der Ertragsanteilbesteuerung aus?Renten aus einer privaten Rentenversicherung müssen grundsätzlich mit dem Ertragsanteil versteuert werden, wobei sich der Ertragsanteil nach dem Alter richtet, ab dem eine private Rente gezahlt wird. Anders als bei den Rentenzahlungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden Rentenleistungen aus einer privaten Versicherung seit dem Jahr 2005 weiterhin mit einem günstigeren Ertragsanteil versteuert. Als Ertragsanteil wird der im Rentenalter enthaltene Zinsanteil verstanden und besteuert werden auf diese Weise insbesondere Renten aus der privaten Rentenversicherung, Unfallrenten und Rentenleistungen aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

 
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