Wie wird richtig vererbt? Testament und andere Hilfen für richtiges Vererben

Richtig vererben - ein Testament schafft Klarheit

Erbe rechtzeitig regeln

Wer nach seinem Tode rechtliche Auseinandersetzungen zwischen seinen Angehörigen vermeiden will, sollte sich frühzeitig um Nachlass und Ansprüche kümmern. Erst dann ist sicher gestellt, dass der eigene Wille auch realisiert wird.

Testament sorgt für klare Verhältnisse
Mündliche Absprachen, wie mit der Aufteilung des Nachlasses verfahren werden soll, führen in der Regel zu Unstimmigkeiten.
Mit einem Testament kann jeder Erblasser seinen eigenen Willen frühzeitig festlegen. Verzichtet man darauf, greift die gesetzliche Erbfolge.
Der persönliche Nachlass kann mit einem Erbvertrag oder einem Testament geregelt werden, das handschriftlich abgefasst werden muss. So reicht es nicht aus, dieses per Computer zu erstellen, um es dann lediglich zu unterschreiben.

Klare Formulierungen von Bedeutung
Das Verteilen der Vermögenswerte muss im Testament eindeutig formuliert werden, wobei die Begünstigten namentlich erwähnt werden müssen. Eine Aufstellung der Sach- und Vermögenswerte, mit einer entsprechenden Zuordnung gehört dazu.
Wer sein Testament nicht in Eigenregie anfertigen will, kann dies auch bei einem Fachanwalt für Erbrecht oder einem Notar erledigen. Ein beim Notar angefertigtes Testament wird beim zuständigen Amtsgericht hinterlegt.
Für privat abgefasste Testamente besteht ebenfalls die Möglichkeit einer Hinterlegung beim Amtsgericht. Für alle, die darauf verzichten gilt, eine Person des eigenen Vertrauens zu wählen, bei der das Testament hinterlegt wird.
Wird der Letzte Wille in einem Schließfach deponiert, muss für den Schlüssel eine Vollmacht ausgestellt werden, um das Fach im Todesfall zu öffnen.

Pflichtteil oder Erbengemeinschaft?

Mit einem Testament kann der Erblasser gezielt Einfluss auf die Verteilung, wie auch auf spätere Auseinandersetzungen nehmen. Erbengemeinschaften lassen sich durch eine Teilungsanordnung umgehen, die regelt, welche Werte dem einzelnen Erben zugehen.
Dem Ehepartner wie auch Kindern steht immer ein Pflichtteil zu, selbst wenn kein Testament verfasst wurde, oder der Erblasser seine engsten Angehörigen nicht begünstigt.
Der Pflichtteil drückt die Hälfte von dem Wert aus, den der Erbe auch ohne Testament, orientiert an der gesetzlichen Erbfolge, erhalten hätte.
Jedoch haben nicht alle gesetzlichen Erben auch einen Anspruch auf den Pflichtteil. Dieser besteht lediglich für Kinder, Enkelkinder, Eltern, den Ehegatten oder den eingetragenen Lebenspartner.
Vom Recht des Pflichtteils ausgeschlossen sind nicht eheliche Lebensgefährten und Verwandte wie Geschwister, Tanten, Onkel, Neffen und Nichten.

Pflichtteil - welche Voraussetzungen gelten?

Der Anspruch auf einen Pflichtteil setzt voraus, dass derjenige, der ihn geltend macht, auch wirklich erbberechtigt ist. Daher schließen Erbberechtigte wie Ehepartner und Kinder des Erblassers die Erben der zweiten Ordnung, also Eltern des Erblassers aus.
Als erbberechtigt gelten nur die Ehepartner einer bestehenden Ehe. Nach einer Scheidung entfällt der Erbanspruch. Dies ist auch dann der Fall, wenn zum Zeitpunkt des Todes eine Ehe noch bestand, jedoch die Scheidung schon beantragt war. 

 
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