Meditation zur Entspannung

Die Meditation gehört zu den eher spirituellen Entspannungstechniken und wird seit Jahrtausenden in östlichen und westlichen Kulturen praktiziert. Der Geist soll sich hierbei durch Konzentrationsübungen und Aufmerksamkeitsübungen (Achtsamkeit) beruhigen und erweitern.
Das Ziel der meisten Meditationstechniken und der unterschiedlichen Schulen ist die "vollkommene Entspannung" durch geistige Leere, das Ausbleiben aller störenden Gedanken und die Hinwendung zum Innern.
Vielfach ist Meditation religiös geprägt beziehungsweise ein wichtiger Bestandteil der praktizierten Religion.
Vor allem im Buddhismus und Hinduismus gehören Meditationsübungen zum Alltag.
Auch im Christentum des Mittelalters gehörte die innere Versenkung mit dem Ziel, den Verstand zu beruhigen und in eine Art religiöser Trance zu fallen, zu den häufig praktizierten Traditionen.
In die moderne Psychotherapie hielten Meditationstechniken seit den Sechziger Jahren verstärkt Einzug, um Stressreaktionen zu vermindern und das Wohlbefinden zu steigern.
Varianten und Kurse zur Meditation
Es gibt nicht eine Art "richtig" zu meditieren, sondern viele verschiedene Wege, sich in diesen entspannten Zustand zu versetzen.
Für viele Menschen gehören Stille und Schweigen unabdingbar mit dem Gedanken an eine Meditation verknüpft, aber es gibt auch Techniken, in denen ein Mantra, eine kurze vielfach wiederholte Formel, gesprochen wird. Oft gehört die Visualisierung eines Bildes oder Gedanken zu den meditativen Techniken und die aktive Meditation meint Bewegungen oder Aktivitäten des Körpers, die ebenfalls entspannend wirken.
So ist die Technik des Kyodo, einer Art des Bogenschießens, ebenso ein Meditationsverfahren wie das Ikebana, die japanische Kunst des Blumenarrangements.
Auch Tantra, Yoga und Tai Chi zählen zu den bekannteren Formen des aktiven Sichversenkens.
Rhythmische Klänge wie die Tradition der gregorianischen Choräle oder das Rosenkranzbeten gehören ebenso zur großen Zahl an Möglichkeiten, in die meditative Entspannung zu gelangen.
Bei dieser Vielfalt an Techniken, Schulen und Lehrern ist es vermutlich schwierig, "einfach so" zu meditieren. Häufig lebt eine bestimmte Meditationsform auch davon, dass Menschen sich in einer Gruppe zusammenfinden und miteinander in der Stille oder durch Mantren oder bei einer Yogastunde meditieren.
Eine große Zahl an Kursangeboten von der Volkshochschule bis hin zu religiösen Zentren bietet die Möglichkeit, sich mit einer Meditationstechnik vertraut zu machen und herauszufinden, ob Sie sich so tief entspannen können, dass mögliche Beschwerden gelindert und ein Zustand der behaglichen Entspannung eintritt. Dabei liegt dem einen Menschen der Rückzug in die Stille (den es ja auch als Aufenthalt als Gast in einem Kloster als Angebot für gestresste Manager gibt) ohne Aktivität vielleicht mehr und ein anderer Mensch kann sich durch eine bewusste und ruhige Tätigkeit wie das Bogenschießen viel besser entspannen.
Hier sind einzig Ihre Neigungen gefragt, um eine Meditationsform auszuprobieren und Gefallen daran zu finden.
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