Achtung, Abzocke! Nepper, Schlepper, Bauernfänger und ihre Tricks

Lockangebot oder Abzocke?

Werbung ist für viele Unternehmen unerlässlich, um überleben zu können. In diesem Zusammenhang haben auch sogenannte Lockangebote eine entsprechende Bedeutung.
Bestimmte Produkte, die Kunden ins Unternehmen ziehen sollen, werden hier zu sehr günstigen Konditionen angeboten.
Das Ziel dieser Angebote ist es – ein legitimer Gedanke – dass der Kunde in den Laden kommt. Ist der Kunde im Geschäft, kann man besser über mögliche notwendige Anschaffungen sprechen und der Kunde kauft unter Umständen mehr, als er ursprünglich dachte. Soweit die Psychologie des Verkaufs, an der bis dato noch nichts Falsches ist.

Allerdings machen sich vielfach auch sogenannte Nepper, Schlepper oder Bauernfänger diesen Umstand zunutze und führen ihre Kunden mit unseriösen Angeboten hinters Licht. Ist der Vertrag erst einmal unterschrieben, ist es oft schwierig, unbeschadet aus der Angelegenheit heraus zu kommen.
Durch dieses Verhalten gefährden die Bauernfänger die Existenz ehrlicher Unternehmen, die ihrerseits mit fairen Angeboten agieren, letztlich aber in denselben "Topf" geworfen werden.

Auf das Kleingedruckte achtenUnterscheiden kann man solche Angebote meistens über das Kleingedruckte des Vertrages, in dem geregelt ist, inwieweit welche speziell angepriesenen Punkte gelten oder eben außer Kraft gesetzt werden.
Ausgewiesen werden muss es – nur kann man es eben bei Knebelverträgen mit Neppern oft erst bei sehr genauer Betrachtung des Kleingedruckten nachlesen.

Hilfe von der Verbraucherzentrale

Ist man in die Fänge von Schleppern geraten, ist es empfehlenswert, erst einmal gegen die ungerechtfertigte Rechnungsstellung Einspruch einzulegen – am Besten, in Verbindung mit der Verbraucherzentrale.
Diese Organisation hat die  Vorgehensweisen häufig schon sehr genau verfolgt und bietet für Privatpersonen eine entsprechende rechtliche Beratung an. Diese ist zwar nicht ganz kostenlos: 15 Euro werden dafür verlangt, allerdings erhalten die Verbraucher aber auch fundierte Informationen darüber, was sie tun können bzw. müssen.

Gewinnspiele, Kaffeefahrten & Co

Kaffeefahrten und andere Abzocke
Vorsicht vor Abzocke

Gerade bei Finanzthemen heißt es, sehr genau aufzupassen, welches Angebot man annimmt. Ein Beispiel hierfür sind Gewinne bei Pseudo-Gewinnspielen, an denen Verbraucher angeblich teilgenommen hätten. Der Gewinn – ein Reisescheck – ist hier oftmals nichts anderes als eine sogenannte Kaffeefahrt mit anschließender Verkaufsveranstaltung.

Abzocke im Internet

Durch das Internet wird es immer noch gefährlicher, in die Fänge von Abzockern zu geraten. Sehr leicht kann es hier nämlich passieren, dass man neben tatsächlich kostenlosen Angeboten auf ein kostenpflichtiges Angebot kommt. Um diesem Problem vorzubeugen, kann man sich auf seinem Rechner entsprechende Sicherheitssoftware installieren.
Angelockt werden die Verbraucher über seriös erscheinende Internetseiten. Diese sind manchmal durch eine entsprechende Kampagne in den Suchmaschinen gut zu finden. Der Verbraucher klickt auf das Angebot. Ob er nun an einen seriösen Kaufmann oder an einen Abzocker gerät, ist auf den ersten Blick nicht unbedingt zu erkennen. Hellhörig sollte man aber werden, wenn hier wiederum etwas zu Dumpingpreisen angeboten wird, der Firmensitz im Ausland liegt oder nur eine Postfachadresse angegeben wird.
Angegangen werden die potentiellen Kunden vielfach über Gewinnspiele sowie die kostenlose Testmöglichkeit spezieller Dienstleistungen. Ob diese tatsächlich kostenlos ist, stellt sich oft erst hinterher raus. Die tatsächlich zu zahlenden Kosten werden unter Umständen verschleiert oder unklar ausformuliert und könnten vielleicht auf einer untergeordneten Seite der AGBs nachgelesen werden, die man bei Vertragsabschluss ja automatisch akzeptiert.

Für ehrliche Geschäftsleute ist es zum Teil schwierig, manchmal sogar existenzbedrohend, sich von Abzockern deutlich abzugrenzen. Auch seriöse Unternehmen müssen Werbung für ihre Produkte machen bzw. den Kunden bzw. potentiellen Kunden etwas anbieten. Zur Risiko-Minimierung empfiehlt es sich in jedem Fall, auf evtl. Ungereimtheiten im Zusammenhang mit dem Unternehmen, der Rechtsform, dem Firmensitz oder unklaren Angebotsausformulierungen zu achten.

 
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