Finanztipp für Senioren: Gegen Berufsunfähigkeit versichern

Berufsunfähigkeit und Rente

Weniger durch Unfälle, als vielmehr durch schwere Erkrankungen, scheiden Arbeitnehmer vorzeitig aus ihrem Berufsleben aus. Störungen des Bewegungsapparates, Krebs, Herz-Kreislaufprobleme und verstärkt auch psychische Ursachen gehören bereits bei jedem vierten Betroffenen zu den Gründen.
Wer krankheitsbedingt nicht mehr seiner Arbeit nachgehen kann, muss eine Berufsunfähigkeit auch nachweisen können.

Ärztliche Diagnosen entscheiden über eine BerufsunfähigkeitBerufsunfähigkeit versichernEine Berufsunfähigkeit liegt immer dann vor, wenn über einen prognostizierten Zeitraum zwischen sechs Monaten und drei Jahren der Betroffene nicht mehr in der Lage sein wird, seinem bisher ausgeübten Beruf nachgehen zu können.
In der Regel spielt es keine Rolle, ob er darüber hinaus noch einer anderen Tätigkeit nachgehen kann.
Von großer Bedeutung ist, ob ein Versicherter mindestens zu 50 Prozent nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann. Ärzte müssen bescheinigen, dass eine Berufsunfähigkeit vorliegt, damit diese anerkannt wird.

Berufsunfähigkeit + Erwerbsunfähigkeit

Die Berufsunfähigkeit definiert, dass der Arbeitnehmer nicht mehr in seinem bisherigen Beruf arbeiten kann, wobei man diese Einschränkung nicht mit einer Erwerbsunfähigkeit verwechseln darf.

Im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung sind diejenigen berufsunfähig, deren Erwerbsfähigkeit im Vergleich zu nicht beeinträchtigten Arbeitnehmern auf weniger als sechs Stunden täglich gesunken ist.
Zugrunde gelegt werden alle Tätigkeiten, die dem Umfang und den speziellen Anforderungen des bisher ausgeübten Berufes entsprechen.
Nicht berufsunfähig ist der Arbeitnehmer, der eine zumutbare Tätigkeit von mindestens sechs Stunden am Tag ausüben kann.

Einschränkungen

Berufsunfähigkeit gilt nur noch eingeschränkt!

Seit Beginn des Jahres 2001 ist die Definition Berufsunfähigkeit in der gesetzlichen Rentenversicherung abgeschafft.
Begünstigt werden lediglich Arbeitnehmer, die vor dem 2. Januar 1961 geboren sind.
Verbunden damit ist lediglich eine teilweise Erwerbsminderung bei einer Berufsunfähigkeit.

Risiken durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung absichern

Die Minderung des monatlichen Einkommens durch eine Berufsunfähigkeit führt in der Regel zu finanziellen Engpässen. Wer seinen gewohnten Lebensstandard auch im Falle einer Berufsunfähigkeit weiter aufrecht erhalten will, kann dieses Risiko privat mit einer Berufsunfähigkeits-Versicherung absichern.
Im günstigsten Falle entschließt sich der Arbeitnehmer bereits als Auszubildender für diesen wichtigen Schutz, der eine Laufzeit bis zum Eintritt in den Ruhestand einschließen sollte.
Die Beitragshöhe orientiert sich in erster Linie am Alter und dem Gesundheitszustand des künftigen Versicherungsnehmers.
Wahrheitsgemäßes Beantworten der gesundheitsrelevanten Fragen wird vorausgesetzt, weil sonst im Schadensfall eine Leistungsverweigerung droht.

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