Die Crowd Guru GmbH aus Berlin bietet Nebenjobs für Senioren an

Crowd Guru GmbH als Arbeitgeber für Rentner

Die Verdienstmöglichkeiten vom heimischen PC aus werden immer besser. Was früher oft noch halbseidene Angebote zwielichter Unternehmen waren, sind heute zunehmend Angebote aufstrebender und seriöser Firmen. Verantwortlich dafür ist eine uralte Idee und ihre Renaissance durch das Medium des Internets. Denn das Thema Crowdsourcing wird auch hierzulande immer populärer. Diese alte Form der Arbeitsteilung bekommt durch das Internet eine ganz neue Qualität und große Chancen. Wir haben mit Phillip Hartje gesprochen. Herr Hartje ist Geschäftsführer einer der ersten Crowdcourcing-Unternehmen in Deutschland.

Die Crowd Guru GmbH sitzt in Berlin-Kreuzberg, wo wir auch zu dem Interview empfangen wurden.

F: Herr Hartje, vor ein paar Jahren ist die Crowd Guru GmbH neue Wege in Deutschland gegangen, was war die Idee?

A: Die Idee war es die Intelligenz der Masse zu nutzen. Der grundlegende Gedanke ist sehr einfach. Viele Aufgaben, wie die Pflege von Datenbanken, Kategorisierungen etc., werden in Unternehmen sehr langsam oder dann sehr teuer im Outsourcing erledigt. In der Masse unserer Gurus finden sich hingegen immer Gurus, denen diese Arbeiten Spaß machen und die diese dann auch schnell und zuverlässig erledigen.
Ein Gewinn für jeden Beteiligten.

F: Was bedeutet Crowdsourcing denn genau, gibt es dafür auch einen deutschen Begriff?

A: Zu übersetzen wäre es wohl am treffendsten mit “Schwarmintelligenz”, also dem schier grenzenlosen Potential, welches in der Masse steckt. Es ist unglaublich was sich für ein Potential offenbart, wenn viele Köpfe an einem Thema arbeiten. Jeder kann etwas, die meisten sogar sehr viel. Dank des Internets können sich viele unserer Kunden diesem Potential bedienen. Beim Crowdsourcing werden Projekte in viele Teilaufgaben zerlegt und über das Internet von vielen hunderten PC-Arbeitern, der „Crowd“, parallel erledigt. Durch diese kollektive Schwarmintelligenz können Arbeiten hocheffizient zu einem Bruchteil der sonst üblichen Zeit und zu geringeren Kosten realisiert werden.

F: Dabei sind Sie doch mit einer ganz anderen Idee gestartet.

A: Keine andere Idee, nur ein anderes Produkt. Wir haben von vornherein auf die Intelligenz unserer Gurus gesetzt, die in den ersten Jahren überwiegend SMS beantwortet haben. Das Geschäftsfeld gibt es auch immer noch, allerdings sind nun noch einige Bereiche hinzugekommen.

F: Und wie kann man sich Ihre “Gurus” nun vorstellen?

A: Unsere Gurus sind nicht, wie oft vermutet, ausschließlich IT-Studenten. Ganz im Gegenteil. Eigentlich, und das ist auch eine Idee der Schwarmintelligenz, bilden unsere Gurus einen fast repräsentativen Schnitt. Wir haben tatsächlich viele Studenten unter unseren Gurus, aber auch junge Eltern in Elternzeit, Rentner, Deutsche im Ausland und auch ehemalige Arbeitslose. So vielfältig wie unsere Minijobs sind, so vielfältig sind auch unsere Gurus, die die Jobs bearbeiten.

F: Um was für Minijobs handelt es sich denn in der Regel?

A: Von der Regel können wir mittlerweile kaum noch sprechen. Neben den Wissensdiensten bietet Crowd Guru nun speziell auf Unternehmen zugeschnittene Produkte an. Mit Address-Guru können Unternehmen Adressdaten-Bestände validieren, ausbauen oder komplett neu aufbauen. Mit seinem umfangreichen Netzwerk kann Crowd Guru zudem auch Lösungen für individuelle Aufgaben-stellungen bieten. Wer Spaß an kreativem Schreiben oder an Internetrecherchen hat, dem wird bestimmt nicht langweilig!

F: Und wie kann man damit Geld verdienen?

A: Das ist absichtlich besonders unkompliziert gehalten. Einfach auf unserer Homepage unter crowdguru.de/gurus/anmeldung/ registrieren und den Online-Test ablegen. Bei einem erfolgreichen Abschneiden kontaktieren wir den Bewerber und geben ihm die Zugangsdaten für unseren Guru-Bereich und schon kann es losgehen. Als Guru kann man diese Seite dann 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche besuchen und sich die Art, Masse und Zeit der Jobs völlig frei auswählen.

F: Gibt es bei der Einstellung irgendwelche Einschränkungen?

A: Nun, die einzige Einschränkung besteht in unserem Online-Test. Allerdings bestehen ca. 70% der Bewerber mittlerweile diesen Test. Der Test stellt im Vorfeld, ebenso wie die Qualitätsmanager später, unser gewohntes Qualitätsniveau sicher. Haben unsere Gurus diesen Test erst einmal bestanden fangen die meisten auch gleich an zu arbeiten. Einschränkungen können allerdings auch seitens des Gesetzgebers bestehen. Z.B. für Frührentner, die jünger als 65 Jahre alt sind gilt es eine Zuverdienstgrenze von aktuell 350 € monatlich einzuhalten, wobei dieses Limit über einen Zeitraum von zwei Monaten jährlich verdoppelt werden darf.

F: Und wenn man älter als 65 Jahre alt ist?

A: In der Regel gilt, dass Ruheständler über 65 Jahren unbegrenzt hinzu verdienen dürfen. Dann gilt, dass der Zuverdienst die gesetzlichen Rentenbezüge nicht schmälert und das auch völlig unabhängig von der Art des Nebenjobs. Ein solcher Nebenjob muss auch nicht dem Rentenversicherungsträger gemeldet werden. Wer hingegen als Frührentner aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Berufsleben aussteigen muss und eine Erwerbsminderungsrente bezieht, darf nur in einem fest definierten Rahmen hinzu verdienen.

F: Wie sieht es denn mit dem alten Vorurteil aus, dass Rentner nicht mit dem PC umgehen können?

A: Wie Sie bereits richtig gesagt haben, handelt es sich hierbei um ein altes Vorurteil. Sicherlich hat sich nicht jeder Mensch mit PC´s auseinandergesetzt, aber bei den Menschen über 60, die sich bei uns beworben haben, können wir in den Ergebnissen kaum Unterschiede zu denen von IT-Studenten feststellen. Die Studenten sind oft etwas schneller, was wohl auch am intuitven Umgang mit PC und Internet liegt, aber dafür arbeiten unsere älteren Gurus meist sorgfältiger und präziser. Gut, man sollte wissen wie man eine Email verschickt, aber schließlich geht es ja um die geistige Kompetenz, nicht so sehr um PC-Fähigkeiten.

F: Warum denken Sie führen Rentner einen solchen Nebenjob aus?

A: Fast immer lautet hier die Antwort: wegen des Geldes. Bei Rentnern haben wir allerdings die Erfahrung gemacht, dass viele es einfach tun um eine sinnvolle Beschäftigung zu haben und um sich geistig fit zu halten. Das berühmte “Gehirn-Jogging” scheint ein großes Argument zu sein, sicherlich ist auch der Austausch mit unserer Guru-Gemeinschaft auf dem Firmeneigenen Portal ein Grund für diese Arbeit. Das ist ja das tolle an diesem Nebenjob: man ist zeitlich 100%ig flexibel. Wenn man mal mit den Enkeln in Urlaub fahren möchte, muss man sich nicht einmal abmelden.

F: Wie denken Sie geht es in Zukunft mit dem sogenannten “Crowdsourcing” in Deutschland weiter?

A: “Zukunft” ist ein gutes Stichwort. Crowdsourcing ist die Zukunft des Outsourcings. Der unschlagbare Vorteil für den Arbeitnehmer im Vergleich zu jedem anderen Geschäftsmodell ist der, dass beim Crowdsourcing von zuhause aus gearbeitet werden kann. Das bietet den Arbeitnehmern maximale Flexibilität und die Möglichkeit einen Nebenjob tatsächlich nebenher ausüben zu können, ohne Fahrzeiten und ohne feste Arbeitszeiten. In den USA hat dieses Konzept bereits sehr großen Erfolg gehabt und ich sehe keine Gründe weswegen das in Deutschland und Europa anders sein sollte.

F: Wir bedanken uns für das nette Gespräch.

 
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